#150 Ein Sommer in Grönland (Teil 2)

Shownotes

Teil zwei mit Ulf Klüppel von Greenland Travel.

Die Themen: Deutsche Nachnamen; Menschen von der Natur geprägt; Mentalitätsfrage; Nördlichstes Hotel der Welt; Eqi-Gletscher; UNESCO-Weltnaturerbe Kangia Eisfjord; Beste Gletscher-Kalbung via Heli; Kleiner Eisbären-Bestand; Wale in der Diskobucht; Hundeschlittenfahren im Winter, Bootfahren im Sommer; Vorzüglicher Fisch; Rentier- und Lammfleisch

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00:00:00: Und dann fing der Gletscher auf einmal an zu kalben.

00:00:03: Und man konnte sehen, mit dem bloßen Auge sehen, wie der Gletscher in den Ice-Fjord reinrückte, wie die Eisberge abbrachen und kalbten.

00:00:12: Das war ein Wahnsinn.

00:00:13: Ohne rasch, der Kapitän, der flog dreißig Jahre zu dem Zeitpunkt in Grünen, er ist mittlerweile Renter.

00:00:19: Er hat das nie erlebt.

00:00:28: Hallo zu, nehm ich mit der Urlaubs-Podcast der Dertogruppe.

00:00:31: Wir sind zurück mit Ulf Klüppel von Greenland Travel.

00:00:34: Seine und ich sind ... Das ist unfassbar fasziniert.

00:00:38: Sandy, so kann man das sagen, oder?

00:00:39: Es ist eine tolle erste Folge gewesen.

00:00:42: Ulf, vielen Dank, dass du da bist, dass du die Zeit nimmst, aus Dänemark mit uns sprichst.

00:00:48: Und vielleicht können wir auch mal noch so ein bisschen Kultur und Geschichte beleuchten.

00:00:53: Denn du hast im Vorgespräch schon ganz spannende Dinge auch gesagt, die ich nicht wusste, die vielleicht viele nicht wussten oder wissen, dass es auch in Grönland viele deutsche Nachnamen zum Beispiel gibt.

00:01:06: Das ist richtig.

00:01:08: Und dann fragt man, woher kommt das?

00:01:11: Mit zwei Ursachen.

00:01:12: Einmal natürlich, weil Dänemark als Gesamtstaat gehörten Schleswig und Holstein dazu.

00:01:20: Und deshalb waren viele deutschsprachige, sprechende Beamte in dänischen Dienst.

00:01:26: Und die sind so nach Grönland gekommen.

00:01:28: Aber die Hauptursache ist im Endeffekt, sind die Herrn Hutter.

00:01:34: Also als Dänemark Grönland wieder entdeckte, schickten sie ja den Missionar Hans-Ele hoch.

00:01:42: Da kam er eigentlich hoch, um die Wikinger zu finden.

00:01:45: Der Kontakt war abgebrochen.

00:01:47: Er fand keine Wikinger, sondern er fand halt die Inuits.

00:01:51: Und die glaubten ja an etwas Komisches, so wie ein Wesen, dass das Leben aus den Haaren im Wasser rauszog.

00:01:59: Und deshalb meint er, die mussten Christen werden.

00:02:01: Und die Aufgabe wurde sehr schnell sehr groß.

00:02:04: und um ihn zu helfen schickte der dänische König die Brüdergemeinde nach Grönland, die Herrn Hutter.

00:02:10: Die waren damals nach Süd-Dedemarck gekommen.

00:02:13: Christian Zfeld liegt in der Nähe von Herzlö.

00:02:16: Und das waren hauptsächlich Deutsche.

00:02:19: Und der Vater der gründendendischen Grammatik Samuel Kleinschmidt war also ein Helmhuter.

00:02:25: Also Kleinschmidt ist ein Name, den wir von den Helmhutern haben.

00:02:29: Chemnitz ist ein Name, den wir von den Helmhutern haben.

00:02:32: Also es gibt dann ... Motsfeld ist ein deutscher Name, den es Gründer gibt.

00:02:36: Es gibt ganz viele deutsche Nachname im Endeffekt in Grünland.

00:02:40: Jetzt würde mich natürlich interessieren, wie ist denn das mit der heutigen Bevölkerung auch unter anderem mit den Inuit?

00:02:48: Also wenn du jetzt Gespräche führst, würdest du sagen, dass man merkt, man nimmt sich auch so vielleicht als Nordlicht war.

00:02:55: Worauf will ich hinaus?

00:02:56: Wir in Deutschland, wir sagen ja immer ganz gerne so, dass da oben sind die Nordlichter, die haben also so dieses Hanseatische oder sind halt so ein bisschen, ja, wir sollen sagen irgendwie bodenständig und natürlich sehr... dem Meer verbunden und so weiter und so fort, vielleicht auch das rauere Klima gewohnt.

00:03:14: Wie nimmt man das in Grönland wahr, vielleicht auch in den verschiedenen Regionen?

00:03:19: Wie sind die Menschen dort?

00:03:21: Die Menschen sind sehr viel von der Natur gepricht, das muss man so sagen.

00:03:28: Ich behaupte mal... dass man zivilisierter ist und jetzt sitze ich hier und mache in Anführungsstrichen, dass man zivilisierter ist in den etwas größeren Städten, ich meine eigentlich in Nuk und Sissimut.

00:03:46: Das ist jetzt mit ganz viel Liebe gemeint und darf überhaupt nicht missverstanden werden.

00:03:51: Du meinst auch wahrscheinlich die Infrastruktur, oder?

00:03:53: Weil es einfach anders

00:03:55: ausgebaut

00:03:55: ist.

00:03:56: Wie gesagt, mit aller Liebe, ich darf jetzt nicht missverstanden werden, wenn ich jetzt ganz doll generalisieren soll.

00:04:01: Dann in Luke.

00:04:04: da essen die Menschen mit Messer und Gabel.

00:04:07: Und wenn man dann nach Südgröland geht, dann ist man mit Gabel und bis nach Sissimiut ist man mit Gabel.

00:04:14: Und kommst du dann in die Disco-Bucht, dann essen wir mit Messer.

00:04:19: und dann in Nordostgröland, also das Silak und Iktratormit.

00:04:25: Und in Nordwestgröland, in Aranak, Ubenawegegend, da ist man mit Messer.

00:04:30: Also bist du länger... du... wegkommst im endeffekt disto.

00:04:36: Jetzt fehlt mir das Wort.

00:04:37: Wie gesagt, es ist nichts Negatives damit gemeint, aber die Mentalität ist halt so.

00:04:42: Ja, ich hab jetzt tatsächlich kurz an die Hand gedacht, weil das gibt's tatsächlich ja natürlich auf der Welt auch, hab ich auch schon gemacht.

00:04:48: Und ist natürlich auch historisch bedingt, aber geht halt nicht, weil es wahrscheinlich auch zu kalt ist.

00:04:52: Ich hab ja einen Handschuh

00:04:53: ganz oft an.

00:04:53: Ja, ich hab keine Ahnung, muss ja rumpuhlen.

00:04:56: Also, wenn Sie sagten, das soll so ein bisschen die Mentalität klarmachen.

00:05:02: Und dass es nichts Negatives, sondern das ist auch so ein kleines... die Einstellung zum Leben und zum Geschehen.

00:05:12: Man sagt

00:05:13: ja auch ganz oft, wenn man weiter weg ist von der Industrialisierung von Großstädten und so weiter, dann reduziert sich das Leben ja auch aufs Wesentliche.

00:05:21: Also eben wie du sagst, auf die Natur.

00:05:23: Und das finde ich sehr, sehr schön.

00:05:25: Und das kann man im Sommer dann vielfältiger und in mehreren Regionen, weil sie zugänglicher sind, unter anderem in so einer Rundreise.

00:05:34: wie Grönland Highlights.

00:05:36: Da bin ich zehn Nächte unterwegs und dann habe ich wirklich mehrere Facetten oder und komme auch mal vielleicht sogar in den weiß ich nicht Nordosten oder irgendwie solche abgelegeren Teile.

00:05:47: Okay, nein, das tust du auf den Reisen nicht.

00:05:49: Also, nein, nein, tust du nicht?

00:05:52: Also, unsere Reisen, da wo die Leute hingehen, das ist eigentlich meistens mit Grönland, also mit Westgrönland.

00:06:02: Die Allermeisten gehen in die Disco-Bucht und bis zur Disco-Bucht.

00:06:06: Und dann hast du halt die mit Grönland und Südgrönland.

00:06:11: Man hat auch Reisen an die Ostküste.

00:06:13: Wir machen das als maßgeschneiderte Reisen.

00:06:16: sagen kann, weil der Weg an die Ostküste gibt nicht übernug.

00:06:19: Kann man machen ist aber kompliziert, sondern via Island.

00:06:23: Ah.

00:06:24: Und dann gibt es halt Orte, wo das Reisen so kompliziert ist, wo es schwer wird.

00:06:29: Also Idokador mit Skurs, besonders an der Ostküste, Ubernavik, Ranak an der Westküste, also Nord-Nord-Westgrönland.

00:06:37: Das heißt, man konzentriert sich eigentlich auf Westgrönland bis hin zur Diskebucht, was eigentlich auch schon Nordgrönland ist.

00:06:46: Aber jetzt die Reise, die nur anspringt.

00:06:48: Ja, das ist egal, ob Sommer oder Winter.

00:06:50: Das meinst du auch, ne?

00:06:51: Ja, das ist egal, ob Sommer oder Winter.

00:06:54: Aber richtig ist natürlich jetzt die angesprochene Reise.

00:06:57: Da erlebst du viel von Grönland, weil du beginnst in Nuk in der Hauptstadt, hast einen Aufenthalt da, ich meine, Tag oder zwei, dann gehst du abends, Freitag, abends.

00:07:09: aufs Küstenschiff, auf die Safak-Iduk und die fährt die grönländische Küste ab Garror-Doc im Süden bis nach Ilulisset im Norden, ist so ein kleines bisschen hurdi-routen, neunzig Grad gewaschen.

00:07:23: Also wesentlich kleiner, wesentlich weniger Faslizäten an Bord, aber man hat eine tolle Kerhütte und dann fährt man halt Richtung Norden und kommt an verschiedenen Städten vorbei, ist da dann halt der Sturm.

00:07:38: oder zwei.

00:07:39: und bei manchen wie z.B.

00:07:41: Cissimuth, das war die zweitgrößte Stadt in Grönland, da kommst du abends an und hast dann, ich glaube, drei Stunden auf einmal, geht man kurz den Stadtrundgang und dann, ja, dann geht es über Nacht so, dass du Sonntagmittags in Ilunisert ankommt.

00:07:55: Ich habe die Reise geführt und ich habe zu den Leuten gesagt nach Cissimuth, wisst ihr was, ihr könnt morgen Nachmittag ausschlafen, bleibt die Nacht überwacht, denn das Stück ab Cissimuth nach Ilunisert ist traumhaft, wenn man durch ein Archipel fährt bei Asiat.

00:08:13: Weil

00:08:13: er auch noch Licht ist, das ist das, was du meintest,

00:08:15: oder?

00:08:16: Genau, es ist seit vierundzwanzig Stunden hell und man braucht im Übrigen nicht so viel Schlaf, wenn es andauernd und konstant hell ist.

00:08:24: Aber das ist eine Reiseludu, denn viel von Grünern erlebst und auch gerade die Facetten und den Unterschied erlebst zwischen Zwischen auf jeden Fall Luke und Iludi Satt, aber wenn man halt ein bisschen Glück hat und in Sissimut auch auf Menschen trifft, dass da halt so ein Unterschied ist in der Art und Weise, wie die Bevölkerung ist in Luke, Sissimut und am Schluss dann in Iludi Satt.

00:08:49: Ja, das würde mich schon interessieren.

00:08:50: Und ich bin ja auch immer ein Fan von Fancy Unterkünften und es hieß, dass man da in einer ganz tollen Lodge auch noch übernachtet.

00:08:57: Wie ist das?

00:09:00: Also erstmal in die Lulissat hast du ein vier-Sterne-Hotel und ich meine, das ist ja schon Wahnsinn, das nördliches belegene vier-Sterne-Hotel in der Welt.

00:09:12: Aber richtig, wenn du jetzt Lodge sprichst, dann haben wir eigentlich zwei Lodges, die zu erwähnen sind.

00:09:17: Das einmal natürlich die Glacier Lodge-Ecrie, die liegt achtzig Kilometer nördlich von die Lulissat.

00:09:24: Als mein Kumpel und ich damals die Idee kriegten, man müsste dort oben was machen, da war ich nicht ganz so begeistert.

00:09:31: Denn Ecri war mein Ort.

00:09:34: Ich hatte absolut nicht die Lust diesen tollen Ort mit anderen Menschen zu zahlen.

00:09:40: Ich weiß, das ist völlig egoistisch.

00:09:42: Aber ich bin da aber zu hoch, wenn ich frei hatte mit meiner Jolle, da war noch die alte französische Expeditionshütte.

00:09:49: und konnte da einen Wochenende verbringen und einfach nur auf diesen Gletscherstahn, also gleich gegenüberlich der Igri Gletscher, der ist nicht besonders groß, aber der kalbt.

00:09:57: Der kalbt konstant.

00:09:58: Na, Seitensprung.

00:10:00: Da ist ja diese Lodge gebaut worden einfach, weil man von da aus relativ einfach zum Inlandeis wandern kann.

00:10:07: Das ist eine harte Wanderung, aber man kann zum Eis wandern und da kann man auch... Einfach aufs Eis kommen.

00:10:13: Also es gibt tatsächlich einen Ausdruck, wo man aufs Inlandeisverdauert ausgeht.

00:10:18: Und dann geht man ein paar Stunden unter Führung auf den Inlandeis spazieren und man hat nicht halt massig an Steigeisen und was weiß ich nicht an, weil die Guides die wissen, wo wir gehen sollen und die können das Eis lesen.

00:10:30: Und diese Tour ist auch so kleines bisschen gemacht, um die Angst vor sowas wie dem Inlandeis zu nehmen.

00:10:36: Aber da stehen jetzt mittlerweile fünfzehn Hütten.

00:10:38: Alle mit Sonnenenergie betrieben, alle mit Aussicht auf einem Gletscher.

00:10:42: Das grandioses Essen, die erst der Sauna gekommen.

00:10:47: Meiner Meinung nach noch immer einer der schönsten Orte der Welt.

00:10:50: Und fährst du da immer noch ab und zu mit der Jolle hin?

00:10:53: Ja, ich wohne ja nicht bei den Grünen.

00:10:54: Ja, aber

00:10:55: kann ja sein, dass du trotzdem, wenn du dort bist, irgendwie das gerne noch machst.

00:10:59: Also ich bin gerne in die Krie, aber die Krie ist ja nicht mehr... nicht mehr dieser isolierte Ort, die da war, bevor die Hütten gebaut wurden.

00:11:08: Aber Ikri ist Traumraff.

00:11:10: Wie gesagt, ist einer meiner... meiner Favoritorte in Grönland.

00:11:16: Mhm.

00:11:17: Wie sieht's denn mit dem UNESCO-Weltnaturerbe Kangia Ice Fjord aus?

00:11:21: Also, ich find's so ein Name, also,

00:11:23: das ist schon

00:11:24: so

00:11:25: toll, so faszinierend.

00:11:27: Wie wird denn ein Fjord auch Weltnaturerbe?

00:11:30: Und dann eben, ihr habt so viele, aber es ist halt dieser.

00:11:33: Und der ist bei der anderen Tour dabei, die heißt Sommer im Eis.

00:11:36: Also, ganz ehrlich, das ist auch schon fancy, ne?

00:11:39: Auch wieder so ein bisschen James Bond-Like, oder, Dominic?

00:11:40: Find ich auch.

00:11:41: finde ich auch.

00:11:42: Also der der Ice Stewards ist in allen Schulen dabei, Sommer wie Winter.

00:11:48: Es gibt wie gesagt fast jetzt ganz ja durch das man mit dem Boot zur Mündung des Ice Stewards rausfahren kann.

00:11:55: Du kannst nicht in den Ice-Fjord rein.

00:11:58: Und das kannst du nicht, weil mittlerweile ist es auch mehr, mehr als mehr als mehr als mehr als mehr als mehr als mehr als mehr als mehr als mehr als mehr als mehr als mehr als mehr als mehr als mehr als mehr als mehr als mehr als mehr als mehr als mehr als mehr als mehr als mehr als mehr als mehr als mehr als mehr als mehr als mehr als mehr als mehr als mehr als mehr als mehr als mehr als.

00:12:17: Und da packt also das die ganze Zeit Eis in den Eisjord.

00:12:22: Und der Eisjord selber ist ungefähr tausend Meter tief.

00:12:25: Das heißt, die großen Eisberge, die schwimmen ohne Probleme durch den Eisjord.

00:12:30: Und am Ende des Eisjordes, also da, wo der Fjord beginnt, gleich südlich von der Stadt, da liegt unter Wasser ein Moreneval.

00:12:36: Also da, bis dahin ist der Gletschermal, da lag der Gletschermal.

00:12:40: Und auf einmal ist die Wassertiefe nur um die dreihundert, dreihundertfünfzig Meter.

00:12:44: Und wenn ihr euch jetzt daran erinnert, was ich sagte, ähm, achtzig Prozent des Eises ist Unterwasser, dann gehen die großen Eisberge aufgrund und machen dann diesen Eisfjord, also die, das ist ein Prop drinne.

00:12:56: Und irgendwann mal, dann wird ein Eisberg über diese Morenevalge, Kipp oder sehr zerbricht, also erkallt, dann ist da offen, dann können die Eisstücke rausfahren und dann kommt der Proppen wieder rein nach der Zeit.

00:13:07: Das heißt, ich bin, ich bin davor, Mit dem Boot wahrscheinlich auch?

00:13:10: Oder wie macht ihr das?

00:13:12: Ja, dann zum Eisfjord ist man dann mit dem Boot.

00:13:17: Das, wie gesagt, kann mittlerweile ganzjährig machen.

00:13:19: Aber wir machen auch Wanderung zum Eisfjord.

00:13:21: Also die Wanderung nach Semermüt geht zu einem ehemaligen Inuitwohnplatz.

00:13:26: Aber der liegt ja gerade an der Mündung vom Eisfjord.

00:13:28: Und wenn man dann da einmal kurz den Felsen hoch geht und etwas nach links geht, dann kannst du also in den Eisfjord reingucken und sehen, dass völlig dicht gepackt mit Eis.

00:13:38: Also man kommt nicht mit dem Boot zum Gletscher, wenn man den Gletscher sehen möchte, muss man mit dem Hubschrauber fliegen.

00:13:43: Und das kann man auch.

00:13:45: Und das hast du auch schon gemacht oder?

00:13:47: Wir haben ja im ersten Teil auch schon gesagt, dass das auch üblich ist, beziehungsweise auch natürlich eine Tolle ist vom Hubschrauber aus, dann die Vogelperspektive zu haben.

00:13:56: Das beschreibt das mal, ich glaube das ist auch

00:13:58: cool.

00:13:59: Ich bin oft am Gletscher gewesen, als ich Geid war, als ich später Chef wurde, nicht mehr so viel.

00:14:09: Es ist imposant.

00:14:10: Die Abbruchkante ist imposant und ich weiß, ihr fragt sicherlich irgendwann mal, was ist dein bestes Erlebnis.

00:14:18: Dann würde ich sagen, das kann ich nicht beantworten, weil ich habe so viele tolle Erlebnisse gehabt, aber meine beste Kalbung.

00:14:24: Meine beste Kalbung eines Gletschers habe ich drin, am Illusion Gletscher gehabt.

00:14:29: Wir sind da reingeflogen und man kann Filme sehen, die sind gemacht worden im Zeitraffel, wie der Gletscher so die ganze Zeit so ein bisschen bewegt.

00:14:37: Und ich habe das damals mal so gemacht.

00:14:39: zu den Leuten.

00:14:40: Hier, wenn wir landen, dann kommt ihr zu mir.

00:14:42: Erzähl ich zehn Minuten über Gletscher Inlandeis und dann finde ich, ihr setzt euch hin.

00:14:47: Wir haben nur eine halbe Stunde Groundstop und dann genießt einfach die Aussicht.

00:14:51: Dann können wir zurück sind am Flughafen noch weiter quatschen.

00:14:54: Und wir kamen rein.

00:14:56: Da war es doch mit dem S-Eilund-Sächsich, was ja an sich schon ein Erlebnis war.

00:14:59: Das ist so ein relativ großer Hubschrauber, zwanzig Gäste, Ulf, ein Kabizin und ein Steuermann und Landen.

00:15:05: Und in dem Augenblick, wo wir landen, bricht ein Krieg aus.

00:15:09: Also ich habe mein Leben noch nicht so viel Gedonne und Gedöse gehört.

00:15:14: Und dann fing der Gletscher auf einmal an zu kalben.

00:15:17: Und man konnte sehen, mit dem bloßen Auge sehen, wie der Gletscher in den Eisfjord reinrückte, wie die Eisberge abbrachen und kalten.

00:15:25: Das war ein Wahnsinn.

00:15:26: Ihr fühlt mehrere Stunden.

00:15:29: Es war knapp eine Stunde.

00:15:31: Und das ist unglaublich.

00:15:33: Und es tut mir leid, dass ich das jetzt hier sage.

00:15:35: Die wenigsten Menschen werden das je erleben dürfen.

00:15:39: Oder rasch, der Kapitän.

00:15:41: Der flog dreißig Jahre zu dem Zeitpunkt in Grönland.

00:15:43: Er ist mittlerweile Renter.

00:15:44: Er hat das nie erlebt.

00:15:46: Und wir hätten fast eine Suchaktion gestartet.

00:15:49: Denn in Grönland, wenn man fliegt, alle fünfzehn Minuten kommt und besteht.

00:15:54: Zum Zauber, alles ist in Ordnung.

00:15:56: Aber weil Ole Rasch das selbst noch nie gesehen hat, stand er halt knappe Stunde draußen vor.

00:16:00: Die waren so nah dran, auf dem Knopf zu drücken.

00:16:02: Uns ist ein Hubschrauber verloren gegangen.

00:16:04: Das war Wahnsinn.

00:16:06: Gänsehaut,

00:16:07: wirklich.

00:16:08: Also da ist alles zusammengekommen.

00:16:09: Man kann immer mal wieder was sehen, auch ein bisschen, oder wie du gesagt hast, manchmal passiert es im Zeitraffer.

00:16:14: Aber ihr habt den einen Moment gehabt, wo wirklich alles losgegangen ist und richtig, richtig viel passiert ist.

00:16:22: Wenn man am Gletscher heutzutage ist, dann wirst du ganz sicher den Gletscher hören.

00:16:26: Du wirst sicherlich auch ... Wenn du wirklich einen kalten Gletscher erleben möchtest, dann sind wir wieder bei der Glacier Lodge Ecri.

00:16:38: Selbst beim Tagesausflug, da ist man so ungefähr zwei Stunden mit dem Boot vor der Gletscher Wand.

00:16:43: Da hörst du ihn.

00:16:44: Auf jeden Fall.

00:16:45: Und du wirst ganz sicher auch was Kalben sehen.

00:16:48: Willst du sicher sein, dass du was Kalben siehst?

00:16:50: Dann musst du in der Nacht in der Gletscher Glacier Lodge in Krieg verbringen.

00:16:55: Ich muss überlegen, ob das überhaupt auf meiner Bucket List bisher stand, dass ich einen Gletscher Kalben sehen muss.

00:16:59: Muss

00:16:59: ich kurz mich

00:17:00: fragen.

00:17:02: Ich hab was

00:17:02: Wichtigeres und das müssen wir jetzt noch machen.

00:17:05: Ist eh klar, Dominik, du weißt, worauf es hinausgeht.

00:17:08: Was sind die tollsten Erlebnisse?

00:17:10: Für mich sind es meistens irgendwelche Tiersichtungen.

00:17:14: Und auch das erwarte ich in Grönland.

00:17:16: Und jetzt kommt die blöde Frage.

00:17:17: Ich muss sie stellen.

00:17:19: Wie sieht es mit Eisbären aus?

00:17:21: Und natürlich auch Wahlen.

00:17:22: Also was kann ich sehen?

00:17:25: Und gibt es eine Art Garantie?

00:17:26: Vielleicht auch eine ganz blöde Frage als Gasturlauber.

00:17:30: Das kommt doch.

00:17:31: Die Frage

00:17:32: kommt.

00:17:32: Ja, die Frage kommt oft.

00:17:34: Grönlands hat ein Eisbär bestanden.

00:17:37: im Norden, Nordwesten, Nordosten und man sieht auch Eisbären, aber die Wahrscheinlichkeit, dass du als Besucher gerade da bist, wenn ein Eisbär in die Nähe kommt, ist gering.

00:17:51: Also die Wahrscheinlichkeit in der Disco wuchten Eisbären zu sehen.

00:17:54: Ich kann nicht sagen, ist ganz null, denn es werden ab und zu... Ganz selten im Frühling, wenn das Eis in Nordwestgröland bricht, passiert ist, dass Eisbären auf die Disco-Insel kommen und dann vielleicht rüber zu uns schwimmen in die Gege von die Lulis.

00:18:09: Ich habe einmal einen kleinen Eisbären gesehen.

00:18:12: Das war auf der einen Seite ganz toll, aber der war eins noch ein Junge, der war unterernährt.

00:18:18: Da gab es nur eins zu tun und das ist das ist blöd.

00:18:22: Aber Wale.

00:18:23: Wale kann ich dir garantieren, will ich dir fast garantieren, jedenfalls im Zeitraum Juni bis Ende August.

00:18:35: Die Zeit, wo die Wale in der Disco-Bucht sind, wird auch immer länger.

00:18:39: Als ich damals hochkam, sah man ab und zu mal ein Finnwahl.

00:18:44: Schöner Wahl.

00:18:45: Aber jetzt ist mittlerweile auch der Buckelwahl in der Diskobucht.

00:18:48: Und das ist ja der, den alle sehen möchten, weil der schmeißt seinen Schwanz hoch und lässt die guten Bilder machen.

00:18:55: Aber Wale siehst du eigentlich fast überall in Grönland.

00:18:58: In Nuuk ist es ein guter Ort, um Wale zu sehen und dann natürlich auch die Diskobucht.

00:19:03: Und wenn man Wahlfanatiker ist, dann muss man halt... Im Frühling kommen rüber auf die Disco-Insel, weil da hat man dann aber auch das Glück, da gibt es keine Garanzie, dass man den Grönland-Wahl sehen kann.

00:19:15: Ach, ihr habt noch einen eigenen?

00:19:17: Ach so.

00:19:18: Ja, es gibt einen Wahlkreis Grönland-Wahl.

00:19:20: Muss ich nicht.

00:19:21: Hoffentlich stellt er sich dann vor, das finde ich schön.

00:19:24: Hallo, Stanie.

00:19:25: Wäre toll.

00:19:26: Ja.

00:19:27: Schön.

00:19:28: Also du hast natürlich schon gesagt, es ist schwer jetzt so nach deinen Lieblings-Aktivitäten, deinen Lieblings-Erlebnissen zu fragen.

00:19:36: Ulf, aber wir haben ja so ein bisschen Sommer-Winter aufgeteilt.

00:19:40: Hast du da zumindest etwas, wo du sagst, das kann man im Sommer gut machen und das andere kann man im Winter gut machen?

00:19:45: Gibt es da etwas?

00:19:46: Oder würdest du diese Unterscheidung auch nicht treffen?

00:19:48: Doch, doch ganz klar.

00:19:49: Also ohne Frage.

00:19:50: Jetzt fragst du, was kann man machen, was ist mal eine Lieblings-Aktivität gewesen?

00:19:54: Davon habe ich auch viele, aber ... Ich habe im Endeffekt die zwanzig Jahre in Grönland gelebt wegen den Winter.

00:20:01: Ich habe in Grönland gelebt, weil ich meine Hunde hatte.

00:20:04: Ich bin Hundeschlitten gefahren.

00:20:08: Das ist beruhigend.

00:20:09: Das ist toll.

00:20:09: Das ist anstrengend.

00:20:10: Das ist deprimierend.

00:20:13: Hat alle Facetten.

00:20:16: Aber das war meine Aktivität.

00:20:18: Also Hundeschlitten fahren.

00:20:20: Im Winter ohne Waffel.

00:20:22: Ich habe zwanzig Jahre in Grönland gelebt.

00:20:23: Ich war vielleicht zwei oder drei Mal auf einem Sneescooter, also so einen Motor schlitten.

00:20:31: Sagt mir nichts.

00:20:33: Und im Sommer ganz klar ab Boots fahren.

00:20:35: Wobei wichtig ist... Wenn das Wetter gut ist, dann sagt ihr beiden, Wetter ist gut, lass uns spazieren gehen.

00:20:43: Dann geht ihr spazieren, weil das Wetter gut ist und ihr möchtet die Natur erleben.

00:20:48: Und das macht man als Gast ja auch in Grönland.

00:20:52: Ich wieder übertreibe so ein kleines bisschen.

00:20:56: Eine grönländische Familie oder ein Grönländer, der würde nicht sagen, Wetter ist gut, ich gehe jetzt spazieren.

00:21:02: Der würde sagen, Wetter ist gut.

00:21:04: Ich gehe jetzt Blaubären und Pilze sammeln.

00:21:07: Oder Wasser ist flach.

00:21:10: Dann sagen Gäste, oh, Wasser ist flach.

00:21:12: Wir machen jetzt eine Bootsfahrt zum Eisjurt und trinken eine Tasse Kaffel.

00:21:15: Ich mutmökele, dass ich das auch mal gemacht habe.

00:21:19: Aber ein Grönländer, ich inklusive, Wasser ist flach.

00:21:23: Wir fahren jetzt raus und sehen, ob wir in der Robbe schießen können oder wir fangen ein paar Fische.

00:21:27: Also man braucht... Man macht etwas nicht nur, um die Natur zu leben, sondern man braucht die Natur.

00:21:34: Das ist eigentlich sehr, sehr gründendisch.

00:21:38: Das ist auch natürlich der Unterschied zwischen Einheimischen, die ja da ihren Lebensunterhalt ja auch irgendwie herhaben müssen und dem Urlauber, der wirklich nur genießt.

00:21:46: Zum Glück muss man ja auch vielleicht sagen, dass der Urlauber das nicht auch noch alles macht.

00:21:50: Aber Fische, groß, also gutes Stichwort.

00:21:54: Was gibt es denn an Fischen alles zu essen?

00:21:56: Also ist es so, dass die alle super Fisch begeistert sind und Fisch ständig auf den Tisch kommt?

00:22:04: Ja, man ist viel Fisch in Grönland.

00:22:06: Also wäre auch dumm, wenn man den genau vor der Haustür hat.

00:22:11: Also ich weiß nicht, was ein schwarzer Heilbutts unten in München kostet.

00:22:16: Also hier in Dänemark ist das ein Kilopreis von zweihundert Kronen das Kilo.

00:22:21: In Grönland bin ich runtergegangen zum Jollenhafen, denn die Fische fangen ja mit kleinen Jollen oder die meisten mit kleinen Lollnienfisch und habe dann hundert Kronen in die Luft gehalten und dann kriegte ich halt zehn Kilo, zehn Kilo, fünfzehn Kilo Heilbutt.

00:22:36: Also schwarze Heilbutt, Barsch, also Rotbarsch.

00:22:41: Lachs, Lachsforellen, also alles was ihr als sehr guten Fisch kennt den kriegst du in in Grönland frisch serviert und natürlich Schrimms, Garnelen, Tier hat viele viele Namen, kriegt man auch viel Muschen.

00:22:55: Das gesagt gibt das auch eine eine Menge grönendliches Wild.

00:23:00: Also jeder geht im Endeffekt auch auch jagen so, dass man Rentschi bekommt, man bekommt Moschus.

00:23:06: Ich glaube, ich habe in der ersten Sendung erwähnt, dass grönendliche Lammfleisch gilt als eines der besten Lammfleische der Welt.

00:23:14: Also super, super lecker.

00:23:16: Das hast du denn auch.

00:23:17: Alles andere muss ja importiert werden.

00:23:19: Ergo ist das relativ günstig und ergo wird das viel gegessen.

00:23:24: Und macht ja auch wirklich dann Sinn.

00:23:25: Das mache ich dann als Urlauber auch.

00:23:27: Und mir ist gerade kurz noch bei Moschus alles aus dem Gesicht gefallen, weil da habe ich jetzt nicht

00:23:32: mitgerechnet.

00:23:33: Aber da

00:23:34: wäre ich sehr gespannt, wie das schmeckt.

00:23:37: Schmeckt sehr gut.

00:23:38: Ist ja eigentlich auch eine Art Schaf, ne?

00:23:40: Ja.

00:23:42: Eine

00:23:42: Art Schaf.

00:23:43: Sehr gut.

00:23:44: Ich glaube, wir sind mit unseren Fragen durch.

00:23:46: Lieber Ulf.

00:23:47: Gerne.

00:23:48: Ich bin angefixen.

00:23:49: Ich weiß nicht, wie es dir geht, Dominik.

00:23:51: Aber irgendwie ist kein Grünland alles zu haben, was ich sowieso schon mal in diesen nördlichen Gefilden machen wollte.

00:23:57: Wir brauchen nur Zeit, wie immer.

00:23:59: Aber das

00:23:59: ... ja,

00:24:00: also

00:24:01: super.

00:24:01: Richtig,

00:24:02: richtig schön.

00:24:03: Total begeisternd.

00:24:04: Vielen Dank, Ulf, dass du uns das alles noch mal näher gebracht hast.

00:24:07: Mit deiner wunderschönen, wunderbaren Expertise.

00:24:10: Das hat viel Freude gemacht.

00:24:11: Vielen Dank und liebe Grüße zu dir.

00:24:14: nach Dänemark und auch viel Spaß auf deinen weiteren Reisen dann nach Grönland, die ihr dann auch sicherlich bald wieder anstehen und kommen.

00:24:21: Gerne, vielen Dank, habe mich gefreut.

00:24:23: Ja?

00:24:23: Bis bald, alles Liebe.

00:24:24: Bis bald.

00:24:25: Tschüss.

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